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Ja. Jein. Ich meine … Nein.
Haben Sie schon wieder Überstunden gemacht, beim Umzug geholfen oder die ganze Verwandtschaft zum Geburtstag eingeladen – obwohl Ihre Energie längst auf Reserve läuft?
Warum ich dieses Buch empfehle
In seinem Buch „Den Netten beißen die Hunde“ zeigt Martin Wehrle, warum gerade die Menschen, die am meisten leisten, oft am wenigsten auf ihre eigenen Grenzen achten.
Er macht deutlich: Diejenigen, die unsere Grenzen am wenigsten respektieren, profitieren häufig am meisten davon.
Dabei geht es nicht um Rücksichtslosigkeit oder Ellenbogenmentalität. Wehrle zeigt praxisnah, wie wir aus der „Nettigkeitsfalle“ aussteigen können – klar, respektvoll und ohne schlechtes Gewissen.
Was ich daran besonders schätze
Dieses Buch ermutigt dazu, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und sie verständlich zu kommunizieren.
Nicht schroff. Nicht egoistisch. Sondern respektvoll und auf Augenhöhe.
Gerade für Menschen, die sich häufig für andere verantwortlich fühlen, ist das eine wichtige Botschaft.
Drei Gedanken, die nachwirken
- „Der Wunsch, in der Mitte des Schwarms zu schwimmen, kann bis zum Selbstverrat führen.“
Wollen Sie wirklich von allen gemocht werden – oder lieber mit sich selbst im Reinen sein?
- „Handeln Sie so, dass es mindestens einem der Beteiligten besser und keinem schlechter geht.“
Hand aufs Herz: Wie geht es Ihnen, wenn Sie Ja sagen, obwohl Sie Nein meinen?
Werden Ihre Bedürfnisse dadurch wirklich berücksichtigt?
- „Einseitige Nettigkeit leert Ihre Lebensbatterie und der Funkkontakt zu Ihren Bedürfnissen reißt ab.“
Kennen Sie den Gedanken: „Mein Chef, meine Partnerin oder mein Partner müsste doch sehen, dass ich längst überlastet bin“?
Die unbequeme Wahrheit lautet: Niemand kann Ihre Grenzen so gut vertreten wie Sie selbst.
Meine Einordnung als Coach
Abgrenzung gehört zu den häufigsten und zugleich für sie schwierigsten Themen meiner Klient*innen.
Dahinter steckt oft die Sorge, andere zu enttäuschen, zu verletzen oder als egoistisch wahrgenommen zu werden.
Doch Nein-Sagen ist eine Fähigkeit – keine Charaktereigenschaft.
Und Fähigkeiten kann man lernen.
So wie eine neue Sprache oder eine neue Sportart braucht auch gesunde Abgrenzung Übung, Geduld und manchmal eine gute Begleitung.
Für wen dieses Buch geeignet ist
Für alle, die sich häufig verantwortlich fühlen, es allen recht machen wollen und am Ende selbst auf der Strecke bleiben.
Mini-Impuls für den Alltag
Gibt es einen Satz, der Ihnen hilft, Grenzen zu setzen oder Nein zu sagen?
Teilen Sie ihn gerne in den Kommentaren – vielleicht wird er auch für andere zur hilfreichen Inspiration.
Burnout entsteht nicht über Nacht – wirksame Prävention aber auch nicht.
Die Lesepause mit Perspektive ist eine Einladung, neue Blickwinkel zu entdecken.
Wenn Sie merken, dass „Mehr vom Gleichen“ nicht mehr funktioniert, lassen Sie uns sprechen.
Die nächste Lesepause erscheint am 04. August.
Bleiben Sie dran!
Mit besten Wünschen
Pia Köhler